Dienstleistungen

Rollentexturierung

Bei der Walzentexturierung handelt es sich um einen Vorgang zur Veränderung der inneren Struktur eines metallischen Werkstoffs oder der Oberflächenstruktur des Materials eines Werkstücks (Arbeitswalze aus Fertigwalzwerken) durch kontrollierte elektrische Entladungen, bei denen zwischen einer Elektrode und einer Arbeitswalze elektrische Impulse erzeugt werden, was zur Bildung von mikrofeinen Kratern und Vertiefungen auf der Oberfläche führt.

Verfahren

Durch diesen Prozess wird eine geeignete Materialstruktur der Walze erzeugt, was zu einer höheren Qualität der fertigen kaltgewalzten Produkte führt, und zwar: gleichmäßige Qualität über die gesamte Oberfläche von kaltgewalzten Stahlblechen (sowie AL-Blechen), bessere Farbaufnahme beim Lackieren, insbesondere von Autokarosserien (besseres Lackbild), Möglichkeit der Anwendung einer breiten Palette von Endbehandlungen der Bleche usw. Die Qualität der Walzenoberfläche, die durch diesen Prozess erreicht werden kann, liegt im Bereich der durchschnittlichen Rauheit Ra = 1–10 µm und 240 bis 25 Pc/cm (Picks pro cm Fläche).

Diese Behandlung ermöglicht eine höhere Anzahl mikrometerförmiger Krater/Spitzen auf der Walzenoberfläche, wodurch eine höhere Wiederholbarkeit des Prozesses und ein breiterer Bereich der erreichten Rauheit erreicht werden. Kaltgewalzte Stahlbleche für die Automobilindustrie und andere verwandte Stahlprodukte, die durch Pressen (plastische Verformung des Blechs) gewonnen werden, werden grundsätzlich alle durch Arbeitswalzen mit veränderter Textur der Materialoberfläche hergestellt.

Es gibt zwei Hauptgründe für die Texturierung der Arbeitswalzen:

  1. Erhöhung des Formungsgrades (Verformbarkeit) kaltgewalzter Stahlbleche, da sich in den Mikrokratern und Vertiefungen auf der Oberfläche eines Metallblechs, die während des Walzprozesses von den Arbeitswalzen übertragen werden, Walzöl befindet und eine konstante Schmierung der Kontaktflächen der Ziehpresse und des Stahlblechs während des Prozesses mehrerer Phasen der Formung bzw. des Tiefziehens (Pressen) ermöglicht.
  2. Verbesserung der Lackhaftung und des Endbearbeitungsprozesses der Lackierung kaltgewalzter Stahlbleche mit einer solchen Textur, was eine der Hauptanforderungen der Automobilindustrie ist.

Der Texturierungsprozess basiert auf der Erosion der Metalloberflächen von Arbeitswalzen während ihrer Verarbeitung unter dem Einfluss eines elektrischen Lichtbogens/Funkens, der zwischen der Elektrode (bzw. Anode, die normalerweise in ein dielektrisches Öl getaucht ist) und dem zu texturierenden Werkstück/der zu texturierenden Walze (in diesem Fall ist die Arbeitswalze die Kathode) entsteht.

  1. Elektrode (Kupfer)
  2. Elektrischer Energieimpuls / ionisierter (leitender) Kanal zur Funkenbildung
  3. Nichtleitendes (dielektrisches) Öl
  4. Werkstück / Arbeitswalze aus Kaltwalzwerk

 

Da die Texturiermaschine während des Betriebs durch kontrollierte elektrische Entladungen Mikrokrater erzeugt, kommt es in einer solchen Arbeitsumgebung mit Dielektrikum zur Bildung einer elektrischen Entladung zwischen der Elektrode und der Arbeitswalze, wobei der elektrische Impuls in Form der Funken erodierte Partikel von der Oberfläche der Arbeitswalze abträgt.